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Cigarstore in Wien

#IMPRESSIONEN #ZIGARREN 8. Juni 2011

Cigarstore Wien 

Ich konnte einen kurzen Aufenthalt in Wien mit dem Besuch der Familie Hazar verbinden, die den «Cigarstore» im 4. Bezirk an der Margaretenstrasse führt. Von diesem Geschäft erfahren habe ich dank Tochter Isabell, die im Cigarstore ihre Lehre macht und im vergangenen Jahr ein mehrwöchiges Praktikum in der H. Upmann-Manufaktur in Havanna absolvierte («Isabell im Zigarrenland»). Vater und Tochter haben mich sehr herzlich empfangen. Das grosses Zigarrenwissen der beiden ist äusserst spannend und es lohnt sich unbedingt, für einen Besuch etwas Zeit zu reservieren. Man darf im und vor dem Cigarstore auch rauchen und das kubanische Café neben dem Geschäft serviert feine Mojitos.

Als Händler hat mich auch interessiert, was Ercan Hazar über das österreichische Tabakregime erzählte. Weder darf er Werbung für sein Geschäft machen noch eine Website betreiben. Selbst österreichische Zeitungen dürfen nicht über ihn berichten! Wer Tabak verkaufen will, muss sich den Regeln des Tabakmonopolgesetzes unterwerfen, das von der Monopolverwaltung überwacht wird. Es herrschen sozusagen kubanische Verhältnisse in Österreich, was jedoch keineswegs dazu führe, dass sich Kuba und der österreichische Importeur besonders gut verstünden, so Hazar. Händler in Österreich müssen mit weiteren Schikanen kämpfen: Eine Spezialisierung nur auf Zigarren ist nicht möglich, weil jeder Trafikant auch Zigaretten anbieten muss, die Bürokratie bestimmt über die Lage und Grösse des Lokals, und so weiter und so fort.

Vor diesem Hintergrund fällt es mir umso leichter, den Cigarstore jedem Wien-Besucher ans Herzen zu legen.

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