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Cigar-Xenophobie

#VERSCHIEDENES 22. August 2005

Im Pipe & Cigar habe ich gelesen:

X wie Xenophobie

Die Xenophobie, die Angst vor dem Fremden, kommt auch unter Cigarrenrauchern vor. Es gibt den typischen Davidoff-Raucher, der nie eine Havanna oder eine Cigarre aus Mexiko anstecken würde. Ebenso gibt es Havanna-Freaks, denen schon beim Gedanken an eine dominikanische Cigarre schlecht wird. Xenophoben Leuten entgeht vieles, besonders die Entdeckung von sensorischem Neuland. Dazu kommt, dass die Alltäglichkeit des Genusses diesen zum reinen Gewohnheitskonsum abstumpft. Wer immer nur Havannas raucht, kann letztlich die Havanna nicht mehr als solche würdigen. Nichts gegen eine Lieblingsmarke, aber Abwechslung muss sein. Darum hat die Xenophobie unter Rauchern nichts zu suchen.

Bei allem Respekt: Man nenne mir einen einzigen Aficionado der das gesamte Cigarrensortiment eines Landes – insbesondere von Kuba – so oft durchgeraucht hat, dass „die Alltäglichkeit des Genusses diesen zum reinen Gewohnheitskonsum“ abgestumpft hätte. Ich dachte immer, Genuss sei ein extrem subjektives Empfinden. Wenn dem so ist, ist selektive Wahl der Genussmittel durchaus normal und keinesfalls xenophobisch.

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