Rauchverbot: Das Papier des Wolfes im Schafspelz
Ich habe das im Beitrag «Showdown: Zigarren gegen Zigaretten» erwähnte Dokument «Anmerkungen zur Anwendung von Richtlinie 2001/37/EG
und Vorschläge für die weitere Reglementierung von Tabakerzeugnissen» von Philip Morris gelesen. Es ist auf der Website von Philip Morris zugänglich. Als Kernpunkte werden genannt:
«(…) ein Konzessionierungssystem für sämtliche Akteure in der Tabakbranche einzuführen – für Hersteller, Importeure, Exporteure und Einzelhändler;
die Konzession für jedes Unternehmen zu widerrufen, das gegen Gesetze verstößt, zum Beispiel dadurch, dass es Tabak an Kinder verkauft;
sämtliche herkömmliche Tabakerzeugnisse im Hinblick auf Produktnormen und Besteuerung gleich zu behandeln;
die Entwicklung von Testverfahren zu fördern, welche anders als die gegenwärtigen ISO-Tests die tatsächliche Aufnahme von toxischen Chemikalien durch Raucher anzeigen;
eine europäische Behörde einzurichten, welche die Reglementierung von herkömmlichen Tabakerzeugnissen und auch von etwaigen neuen, weniger schädlichen Produkten überwachen soll, die eventuell in Zukunft entwickelt werden. (…)»
Warnhinweis für die Leserinnen und Leser des ganzen Textes von Philip Morris: Die Lektüre kann Übelkeit verursachen.
Ps. Die steuerliche Auswirkung der Philip Morris-Forderung auf Zigarren kann aufgrund der geltenden Tabakbesteuerung (in Deutschland) abgeschätzt werden.