Abschied von der Zigarre
«Wir haben das umfassendste Verbot auf der ganzen Welt», freut sich Sir Liam Donaldson, Englands höchster Gesundheits-Beamter, im Gespräch mit dem STANDARD.
Seit dem 1. Juli gilt in England ein Totalverbot für Tabakrauch in öffentlichen Räumen. Darüber berichtet unter anderem der österreichische Standard. Der Begriff des öffentlichen Raums ist dabei weit gefasst. Auch in den privaten Gentlemenclubs darf nicht mehr Zigarre geraucht werden. Der Stern schreibt über «Abschiedsfeiern» der besonderen Art:
«Up in Smoke» heißt das Motto – und wer hier 240 Euro ausgegeben hat, bekommt drei Havanna-Zigarren und feinen Fisch, perfekt abgestimmt auf die Auswahl feiner englischer Käse und Whisky am Ende des Vier-Gänge-Menüs.
Es ist ein stiller, sehr feiner Protest gegen die gesetzliche Gängelei, der diese Woche in London gefeiert wird. Damen und Herren treffen sich in den Bars ihrer Privatclubs, in den Räumen der Viel-Sterne-Restaurants, um sich von ihren Zigarren und Pfeifen zu verabschieden, die sie ab Sonntag nie wieder in diesen Räumlichkeiten werden rauchen dürfen.