Aus der Casa wird eine Catedral
Vergangene Woche orientierte Deutschlands Habanos-Importeur 5th Avenue die Presse über die Kündigung des Franchise-Vertrags mit der Casa del Habano Bremen von Art Karounos:
Nach einer Information von Habanos S.A., Havanna/Cuba, wird der Franchisevertrag mit der bisherigen La Casa del Habano Bremen mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Grund dieser Entscheidung ist, dass vom Franchisenehmer bestimmte Vertragsbestandteile nicht erfüllt wurden. Anargyros Karounos betreibt das Bremer Geschäft seit 2010.Art Karounoshat sein Geschäft inzwischen zur «Catedral del Puro» umfirmiert. Zur Kündigung des Franchise-Vertrags mit Habanos nimmt Art auf Facebook folgendermassen Stellung:
Dazu kann ich nur entgegnen, …dass Habanos S. A. seinerseits vertragsbrüchig geworden ist. Die vertraglich zugesicherte Unterstützung ist kaum erfolgt. Vielmehr wurde mir die bevorzugte Belieferung bestimmter Zigarren in ausreichender Menge verwehrt, wodurch ich wirtschaftliche Nachteile zu verzeichnen hatte. In jüngster Vergangenheit erhielt ich Informationen zu neuen Produkten und der Möglichkeit zu deren Bestellung nicht in der zugesicherten privilegierten Form, sondern erst auf Anfrage, nachdem ich Kenntnis darüber aus dem öffentlichen Markt erlangte. Letztendlich ist Habanos S. A. mir mit seiner Kündigung des Franchise-Vertrags zuvorgekommen. Die mangelnde vertraglich zugesagte Unterstützung durch den Franchise-Geber und die viel zu geringen Stückzahlen an zur Verfügung gestellter Ware hatte mich bereits an dem Konzept «La Casa del Habano» zweifeln lassen, da es mir andererseits den Handel mit anderen Produkten vertraglich verwehrte.Auch in der Schweiz kam es schon zu einer Auflösung eines solchen Casa-Franchisevertrags. Kollege Spring aus Genf hat sich nach einigen Jahren als Casa wieder vom Konzept verabschiedet. Den Vorteilen (Branding und Belieferung mit Spezialsortimenten) stehen die anfallenden Franchisekosten gegenüber.