Bundesrat unterstützt weitgehendes Rauchverbot
Gestern hat der Bundesrat zum Gesetzesvorschlag der Gesundheitskommission Stellung genommen, der ein weitgehendes Rauchverbot in öffentlichen Räumen und in der Gastronomie vorsieht. Laut Tagesanzeiger befürwortet der Bundesrat das Verbot, das folgende Bereiche umfasst:
[..] die Gebäude der öffentlichen Verwaltung, Spitäler und Vollzugseinrichtungen, Bildungsstätten, Museums-, Theater- und Kinoräumlichkeiten sowie gastgewerbliche Betriebe und Einrichtungen des öffentlichen Verkehrs. Hier soll gemäss dem Vorschlag der Kommission ein grundsätzliches Rauchverbot gelten.
Ausnahmen sollen jedoch in Form von Raucherräumen oder in Einzelarbeitsräumen möglich bleiben. Raucherräume sollen allerdings nur dann zugelassen werden, wenn darin kein Personal des jeweiligen Unternehmens beschäftigt wird. Bei Widerhandlungen sollen Bussen erhoben werden können.
Nicht mehr zulässig ist nach diesem Vorschlag der Betrieb einer Smokerlounge. Nur noch in abgetrennten Fumoires ohne Bedienung dürfte dann noch geraucht werden.

(Bild: Parco Paradiso in Lugano: Lizenzierte Smoker-Lounge)
Selbst im Tessin, wo ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie bereits gilt, sind Ausnahmen für Smoker-Lounges möglich, wie das Beispiel Parco Paradiso zeigt. Wenn es nicht gelingt, Ausnahmeregelungen durchzusetzen, herrschen auch in der Schweiz bald Zustände wie in England oder Niedersachsen.
Eine erste Lesung des Gesetzes findet in der Herbstsession vom 17. September bis 5. Oktober im Nationalrat statt.