Der Fall Noblego
Das deutsche Zigarren-Startup Noblego musste sich in den letzten Wochen gegen Cyberattacken wehren. Unbekannte Angreifer legen die Server lahm und versuchen mit unzähligen Spam-Links die zukünftige Google-Positionierung des Startups negativ zu beeinträchtigen. Nun wird speukuliert: Waren es Mitbewerber, Erpresser, handelt es sich um eine persönliche Abrechnung? Oder hat Noblego die Sache gar selber inszeniert? Seit dem Start legt Noblego einen Schwerpunkt auf das Suchmaschinenmarketing und weitere Online-Marketing-Spielarten und vertraut nicht ausschliesslich auf den Aufbau von Fachkompetenz. Das bedeutet in der Praxis zum Beispiel: Pseudo-Aktivitäten in Foren, Kommentare in Blogs mit dem alleinigen Zweck, den eigenen Link zu hinterlassen. Das mag eine Bagatelle und allenfalls etwas unschön sein, erklärt aber möglicherweise, warum man überhaupt auf die Idee kommt, an eine Inszenierung durch Noblego zu denken und das Opfer zum Täter zu machen. Im Zigarrenforum-Online wird der Fall hitzig diskutiert. Das Vorgehen von Noblego sorgt offensichtlich auch jenseits dieser Cyberattacken-Geschichte für viel Diskussionsstoff.