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Dicke Post aus Bern

#VERSCHIEDENES #ZIGARREN 17. Oktober 2007

Alkohol darf man in der ganzen Schweiz nicht an unter 16-jährige verkaufen. Beim Tabak sind die Altersbeschränkungen je nach Kanton unterschiedlich. Vor besondere Herausforderungen stellen die Altersbeschränkungen alle Versandhändler. Wie kann das Alter der Kundinnen und Kunden überprüft werden? 

Vor der Lancierung von Premium-wein.ch haben wir mit der Eidgenössischen Alkoholverwaltung Rücksprache gehalten. Die unbürokratische Auskunft: Wir bräuchten uns keine Sorgen zu machen - Alkoholika im Premium-Segment seien unproblematisch. Kaum ein Jugendlicher sei schliesslich gewillt oder in der Lage, dreissig oder vierzig Franken für eine Flasche Wein zu bezahlen. Deshalb würde niemand von uns strenge Altersüberprüfungen fordern.

Keine vernünftigen Argumente gelten lässt die Marktaufsicht des Kantons Bern, welche für die Durchsetzung des neuen Tabakverkaufsverbots für unter 18-jährige zuständig ist. In einem Brief fordert sie uns heute auf, das Alter von in Bern wohnhaften Kunden mittels einer Passkopie zu überprüfen, bevor Bestellungen verschickt würden. Für uns natürlich eine ungemütliche Vorstellung.

Viel hängt nun davon ab, wie das Verbot durchgesetzt wird. Wenn sich die Einsicht durchsetzt, dass Premium-Zigarren ganz ähnliche Charakteristika aufweisen wie Weine aus gehobenen Preisklassen, müssen sich Zigarren-Shops keine grossen Sorgen machen. 14-Jährige rauchen selten Cohibas. Problematisch wird es dann, wenn Jugendliche als Agents Provocateur eingesetzt werden, wie kürzlich in Deutschland diskutiert und wieder verworfen.

Und es stellen sich weitere Fragen: Wie stellt man etwa sicher, dass gleichlange Spiesse für Versandhändler aus dem In- und Ausland gelten? Die zuständige Person in Bern ist für eine Rücksprache erst am Freitag erreichbar. Vielleicht setzt sich die Vernunft durch. Vielleicht ist das aber auch ein erster Vorbote für eine strenge Regulierung des Tabakverkaufs.

Ein Glück, fahren wir wenigstens mit unserem Kaffee-Geschäft in ruhigeren Gewässern. Und wenn es hart auf hart kommt, können wir uns ja nach Indien absetzen..

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