«Diesen Leuten geht es schlecht»
Der Tagesanzeiger schreibt über die Sorgen von kleinen Unternehmen im Zuge der Wirtschaftsflaute und illustriert das an einem interessanten Beispiel:
«Wir stellen derzeit einen Anstieg bei jenen Patienten fest, die während des Aufschwungs selbstständig ein kleines Geschäft aufgezogen haben und zum Beispiel luxuriöse Nischenprodukte anbieten wie sehr teure Weine oder exklusive Zigarren.»
Häufig handelt es sich dabei um Einmannbetriebe. Diese seien durch die Rezession in finanzielle Schieflage geraten, häufig gar zahlungsunfähig geworden. Denn Spezialitäten, die man nicht täglich braucht und sehr viel Geld kosten, seien weniger gefragt. Wolfram Kawohl sagt: «Diesen Leuten geht es schlecht.»
Das wirft doch ein recht schiefes Licht auf unsere Branche. Mein Eindruck deckt sich zum Glück eher mit dem, was Reto Cina von Davidoff letzten Dezember in der Handelszeitung zum Thema sagte:
Der Konsument verzichtet gerade in harten Zeiten nicht auf die kleinen Freuden des Alltags.