Düstere Aussichten für die Casa del Habano Nürnberg
Am Sonntag haben die Bayern ein rigoroses Rauchverbot beschlossen. Die hohe Zustimmungsrate war mit denjenigen vergleichbar, die unsere Lungenliga-Initiativen hierzulande erzielen. Für zukünftige Abstimmungen lässt dies nichts Gutes erahnen. Die Signalwirkung ist aber nur das eine. Ganz direkt mit den Konsequenzen leben müssen die Direktbetroffenen in Bayern, darunter die Casa del Habano in Nürnberg. In «…jetzt hilft uns Wirten kein Nachkarteln» schreiben die Nürnberger Nachrichten:
Christine Klever hat die ganze Nacht geweint. »Ich kann es mir nicht leisten, den Laden dichtzumachen«, sagt die Betreiberin des Zigarrenclubs »Casa Del Habano« am Nürnberger Hauptmarkt. Dieser Volksentscheid bedeutet das Ende für ihr Lokal, »obwohl ich nie jemanden schädigen wollte. Das kommt einem Berufsverbot gleich.« In dem Zimmer über ihrem Laden werden zu den Zigarren Getränke angeboten. Rein rechtlich gilt die »Casa Del Habano« somit als Gaststätte.
»Daran würde auch nichts ändern, wenn sie die Getränke kostenlos reicht«, schließt Robert Pollack, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Nürnberg, gleich eine Gesetzeslücke aus. Die Schlupflöcher des »Raucherclubs« oder des durchaus dehnbaren Begriffs »geschlossene Gesellschaft« sind ab 1. August geschlossen.