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Gleichbesteuerung aller Tabakprodukte: Philip Morris präzisiert Standpunkt

#VERSCHIEDENES #ZIGARREN 29. Mai 2008

Vor einem Jahr machte Hans Bewersdorff in seiner Welt am Sonntag-Kolumne die Strategie der Gleichbesteuerung aller Tabakprodukte des Tabakkonzerns Philip Morris öffentlich («Das Kulturgut Zigarre droht unterzugehen»):

Deutschland-Chef Jacek Olczak versucht sich mit harten Forderungen gegen die eigene Branche als heimlicher Profiteur in Position zu bringen. Entsprechend dem listigen Philip-Morris-Positionspapier, seit 2004 von langer Hand vorbereitet, fordert er unter anderem eine gleich hohe Besteuerung aller Tabakprodukte. Diese Strategie ist leicht zu durchschauen – nur für unsere Politiker nicht.

Eine Maschine spuckt bis zu 12.000 Zigaretten in der Minute aus. Selbst die modernste Zigarrenmaschine schafft gerade 60 in der Zeit. Ganz zu schweigen von einem Longfiller aus Kuba oder Santo Domingo, dafür braucht ein Roller circa fünf Minuten für die reine handwerkliche Fertigung. Kostenvorteil kann man das nicht mehr nennen, es wäre der totale Triumph für die Zigarette. Die Zigarre würde extrem teuer werden, kein Händler könnte sich noch einen ansprechenden Klimaraum leisten, weil gleichzeitig kaum noch etwas daran verdient werden kann.

In der deutschen Tabak-Zeitung nimmt Philip Morris jetzt Stellung und erklärt: «Der Begriff Gleichbesteuerung erweckt möglicherweise einen falschen Eindruck»:

„Was Philip Morris vorschlägt, ist der Abbau ungerechtfertigter Subventionen, die die Fabrikzigarette gegenüber Produkten mit dem gleichen Verwendungszweck benachteiligen. Also Feinschnitt, Zigarillos und Pfeifentabak, soweit sie eindeutig als niedrigbesteuerte und daher deutlich preisgünstigere Ersatzprodukte zur hochbesteuerten Fabrikzigarette zum Einsatz kommen. Klassische Zigarren/Zigarillos und klassischer Pfeifentabak, die traditionell anders konsumiert werden, stehen bei dieser Anpassung nicht im Fokus.

(..) Ziel sollte unserer Auffassung nach sein, dass zunächst einmal alles wie Zigaretten steuerlich behandelt werden sollte, dann aber über neue Definitionen Ausnahmen bestimmt werden, die sich aus der Verwendung heraus ergeben.“

Bleibt zu hoffen, dass die Philip Morris-Lobbyisten diese neuen Auffassungen und Einsichten auch in Brüssel verbreiten.

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