Hü und hott bei Philip Morris
Erinnern Sie sich an die Aufregung um das Positionspapier von Philip Morris für Europa? Darin setzte sich der Konzern für eine «steuerliche Gleichbehandlung» aller Tabakwaren ein, und für ein Tabak-Werbeverbot. In der Folge löste sich der deutsche Zigarettenverband auf und Deutschlands Philip Morris Chef erklärte sich öffentlich:
Es ist auch durchaus sinnvoll, dass Werbung für Zigaretten reguliert wird wie in anderen Ländern. Es ergibt doch keinen Sinn, Plakatwerbung zu erlauben, während Werbung in Zeitungen und Zeitschriften verboten ist. Deutschland ist eines der letzten Länder, in denen Zigarettenwerbung noch diskutiert wird.
Jetzt hat man es sich bei Philip Morris offenbar anders überlegt. Der Spiegel meldet heute in «Philip Morris verklagt Norwegen»:
Norwegen geht mit aller Härte gegen die Zigarettenindustrie vor – jetzt verklagt der US-Konzern Philip Morris die Regierung in Oslo. Anlass ist ein Werbeverbot für Tabakwaren. Das Unternehmen echauffiert sich: «Es gibt keine Beweise, dass dieses Verbot einen gesundheitsfördernden Effekt hat.»
Was ist passiert? Hat Philip Morris Marktanteile verloren?