«In Basel soll wieder gequalmt werden»
In Basel-Stadt gilt seit 1. April ein scharfes Lungenliga-Rauchverbot. Während sich auf Bundesebene der grosse Showdown zwischen Lungenliga und IG Freie Schweizer Wirte anbahnt, hat der Basler Wirteverband diese Woche eine kantonale Initiative lanciert, die verlangt, dass in Basel die (im Moment noch) liberalere Bundesregelung übernommen wird. Hintergrund dieser Idee ist, dass der Kanton Basel-Stadt das scharfe Rauchverbot noch vor der Inkraftsetzung des Bundesgesetzes beschlossen hat.
20 Minuten schreibt («In Basel soll wieder gequalmt werden»):
(..) Die Initianten wollen das strenge kantonale Gesetz durch das Bundesrechts-Regime ersetzen, das auch kleine Raucherbeizen und bediente Fumoirs erlaubt. Die Volksinitiative «Ja zum Nichtraucherschutz ohne kantonale Sonderregelung!» ist am Dienstag den Medien vorgestellt worden; sie wird am Dienstag im Kantonsblatt publiziert. Treibende Kraft ist der Wirteverband; er argumentiert mit der Vielfalt der Gastroszene, die mit dem strengen kantonalen Gesetz gefährdet sei.
(..) Die Initianten schätzen, dass mit ihrem Vorschlag von den insgesamt 850 Basler Beizen fast 700 ganz rauchfrei bleiben würden. Neben etwa 150 kleinen Raucherlokalen sollen rund 50 bediente Fumoirs entstehen. Unter dem Strich blieben so rund 90 Prozent der Service-Arbeitsplätze rauchfrei.