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Niederlage für Zigarren-Monopolisten

#VERSCHIEDENES #ZIGARREN 8. März 2007

In den Postings «Erbitterter Kampf umd das Zigarren-Monopol (und die Preise)» und «England bleibt Zigarren-Hochpreis-Land» habe ich über die juristisch umstrittene Situation in England geschrieben.

Heute folgt ein neues Kapitel. Bloomberg schreibt im Artikel «Cuban Cigar Importer Can’t Block Rivals, Court Rules«, dass das Appellationsgericht heute den Entscheid vom März 2006 umgestossen und gegen den Monopolanspruch von Hunters & Frankau geurteilt hat. Das Importmonopol wird fallen, wenn das House of Lords als oberste Rekursstelle ebenfalls abschlägig urteilen wird.

Bezüglich der möglichen Auswirkungen habe ich in einem der genannten Postings geschrieben:

Falls das Gericht (…) das Importmonopol von Hunters & Frankau zu Gunsten von MasterCigars (und vielen anderen in der Warteschlaufe) bricht, würde das laut Guardian Unlimited zu einem (zumindest interimistischen) Preiszerfall bis zu 50 Prozent führen.

Die Auswirkungen würden sich gemäss EU-Rechtsgrundlagen auf weitere Staaten ausdehnen und insbesondere auch den spanisch-französischen (börsenkotierten) Branchenprimus Altadis massiv treffen. Die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein warnte die Altadis-Anleger: Wenn MasterCigars den Prozess gewinne (…), würde eine ganze Reihe neuer Importeure in der ganze EU auftreten.

Und dass die Gewinnmargen in solch dereguliertem Markt massiv unter Druck geraten, ist logisch. Tangiert wäre sicherlich auch das Qualitätslevel, respektive die Fälschergilde.

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