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Parteiaustritt wegen heiligem Nichtraucher-Krieg

#VERSCHIEDENES #ZIGARREN 9. November 2009

Lokalpolitiker Jakob Walter aus Neuhausen ist aus der SP ausgetreten, weil sich seine Partei für ein absolutes Rauchverbot einsetzt. Aus dem Interview der Schaffhauser Nachrichten:

Herr Walter, der Grund für Ihren Parteiaustritt ist das Engagement der SP für ein flächendeckendes Rauchverbot?

Jakob Walter: Der konkrete Auslöser ist meine Haltung gegen sogenannte «Heilige Kriege».

Was heisst das?

Walter: Wenn man sich dafür einsetzt, dass Nichtraucher Räume bekommen, wo sie nicht vom Rauch gestört werden, würde ich das jederzeit unterschreiben. Aber dass wegen denen, die sich am Rauch stören, alle, die gerne mal eins rauchen, auf die Strasse verbannt werden, ist intolerant.

Die Forderung der SP ist also gegenüber Rauchern intolerant?

Walter: Ja. Man kann das damit vergleichen, dass ich mich zum Beispiel in einer Welt ohne Hunde auch wohler fühlen würde. Aber ich würde nie eine Initiative unterschreiben, die Hunde vom öffentlichen Grund verbannt. Denn ich weiss, dass es Leute gibt, die Freude an ihrem «Wauel» haben. Das ist für mich Toleranz; und ich bin ziemlich intolerant gegenüber Intoleranz.

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