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Rauchen Kubaner keine Havannas?

#POLITISCHES #ZIGARREN 18. Mai 2012

The Miami Herald stellt im Artikel «Iconic cuban cigar goes un-smoked at home» die These auf, dass die Kubaner zwar sehr stolz seien auf ihre kubanischen Zigarren, dass sie selber aber kaum Zigarren rauchten. Als Quelle für diese Behauptung wird ein amerikanischer Professor zitiert: «The only people I’ve ever seen puffing on cigars have been in cigar factories, and even in Pinar del Rio, someone might smoke for the theatrical side of things». Wer die Produktionszahlen kennt, muss sich über diesen Artikel ein wenig wundern. Denn laut den offiziellen Statistiken übertrifft die Produktion für den kubanischen «Domestic Market» die gesamte Export-Produktion. Richtig ist, dass die Kubaner kaum eine Beziehung zu Premium-Marken wie Cohiba, Montecristo oder Partagás haben. Die günstigen Produkte für den Heimmarkt werden aber in grossen Stückzahlen produziert und konsumiert. Ich habe mich einmal mit Heinrich Villiger über dieses Thema unterhalten. Er glaubt, dass die von Kuba publizierten Zahlen durchaus realistisch sind und es möglich ist, dass der Eigenbedarf die Exportproduktion übertrifft. Auch hierzulande mache der Anteil der Premium-Zigarren nur einen kleinen Teil des gesamten Zigarren-Konsums aus. Der Rest entfällt auf das «Konsum-Segment», zu dem z.B. die maschinell hergestellten Villiger-Produkte gehören.

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