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Rauchergesetze: Die richtige Taktik

#POLITISCHES #ZIGARREN 9. April 2010

Die GastroSuisse hat in der Medienmitteilung «Passivrauchschutz: GastroSuisse legt die Marschrichtung fest» Stellung zu den Initiativen von Lungenliga und der IG Freie Schweizer Wirte bezogen:

() Für GastroSuisse steht deshalb die Bekämpfung der radikalen Volksinitiative der Lungenliga an oberster Stelle. Zu diesem Zweck wird beabsichtigt, in einem Aktionskomitee gegen diese Volksinitiative eine starke Rolle einzunehmen. GastroSuisse will sich auch in Zukunft und im Interesse ihrer Mitglieder für bediente Raucherräume und für Raucherlokale von höchstens 80 m2 im Rahmen einer national einheitlichen Regelung einsetzen.

GastroSuisse zeigt zwar ein gewisses Verständnis für das Anliegen der Initianten der Volksinitiative «Für ein liberales Rauchergesetz» der IG Freie Schweizer Wirte. Die Präsidentenkonferenz hat jedoch nach einer engagierten Diskussion entschieden, dass GastroSuisse die Kräfte bündelt, die Initiative der IG nicht unterstützt und sich auf die Bekämpfung der Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» der Lungenliga konzentriert.

Auch Gault Millau «Cigar Man of the Year» Thomas Frei vom Bernerhof in Gstaad findet, dass die Zeit für die Initiative der IG Freie Schweizer Wirte nicht reif sei:

Logisch, gehe ich mit der IG Freie Schweizer Wirte einig, dass ein Wirt in seinem Betrieb Entscheidungsfreiheit haben muss. Doch dieser Kampf erinnert mich an Don Quijote, welcher mit seiner Wahrheitsverfremdung einen vergeblichen Kampf gegen die Windmühlen führte. Viel mehr müsste gegen die zustande gekommene Initiative der Lungenliga argumentiert werden. Würde die Initiative der Lungenliga tatsächlich angenommen, hätte diese weit grössere Auswirkungen auf die Restaurants und die Freiheit der Menschen, als das Bundesgesetz zum Schutze des Passivrauchens.

Das Argument der Abstimmungstaktik lasse ich natürlich gelten.

Betroffenen in Kantonen, die dem Lungenliga-Regime bereits unterworfen sind, hilft Taktieren aber nichts mehr. Dort ist die Wirte-Initiative die letzte Chance, verloren gehen kann nichts mehr. Deshalb bin ich der Meinung, dass unsere Branche die IG Freie Schweizer Wirte mit voller Kraft unterstützten sollte. Geringe Erfolgschancen hin oder her. Wer sollte es sonst tun, wenn nicht wir?

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