Rauchfreie Zonen, Plain Packaging und Display Ban
Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, einen Blick auf das Treiben der Gesundeitsbürokraten zu werfen. Plötzlich ist man selbst betroffen, siehe Rauchverbot im La Corona. In der Tabak Zeitung von letzter Woche werden drei Raucher-Schikanen diskutiert, an deren Einführung in einem oder mehreren EU-Ländern gearbeitet wird.
Da wäre erstens der «Vorschlag der EU-Kommission für eine Empfehlung des Rates über rauchfreie Zonen». Inhalt des Vorschlags ist die Einführung eines EU-weiten einheitlichen Rauchverbots in der Gastronomie. Aufhorchen lässt die weite Definition für die angestrebten «rauchfreien Zonen» (ist eine «Örtlichkeit» immer überdacht?):
Die verwendete Definition sollte alle Örtlichkeiten umfassen, die für die Allgemeinheit zugänglich sind, sowie Örtlichkeiten, die gemeinschaftlich benutzt werden, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen oder dem Zugangsrecht.
Schweden hat auf EU-Ebene die Idee des sogenannten «Plain Packaging» für Tabakwaren eingebracht. Die Tabak Zeitung erklärt, was damit gemeint ist:
Auf Wunsch der schwedischen Ratspräsidentschaft soll dort nachträglich eine Bestimmung aufgenommen werden, die generische (neutrale) Verpackung von Tabakwaren ohne Verwendung von Markenlogos und Farbgebung empfiehlt.
Und schliesslich wollen nach Island weitere europäische Staaten einen «Display Ban» für Tabakwaren einführen. Die Tabak Zeitung:
In [Irland und] Grossbritannien sollen ab 2011 in Supermärkten und ab 2013 in allen anderen Tabakgeschäften Zigaretten nicht mehr in offenen Regalen angeboten werden. Die Tabakprodukte müssen hinter Schiebetüren verschwinden. Konsumenten können dann einzig über eine Produktliste ihre Marken auswählen.
Ein unabhängiger Tabakhändler und Philip Morris haben gegen diesen Plan in Irland eine Sammelklage eingereicht («Philip Morris, Retailer To Fight Irish Display Ban»).