Schlangengrube Zigaretten-Strategen: Arbeitsplätze gegen Marktanteil
Philip Morris setzt sich in Europa für höhere Zigaretten-Preise, Tabakwerbeverbote und schärfere Anti-Rauchergesetze ein. Der Hintergrund: Alle gesetzlichen Einschränkungen zementieren die führende Marktstellung des Zigaretten-Konzerns. Kollateralschäden in angrenzenden Branchen nimmt Philip Morris ungerührt in Kauf.
Jetzt hat Philip Morris eine neue Idee ausgeheckt: Per Gesetz soll die Mindestpackungsgrösse für Zigaretten in Deutschland von 17 auf 20 Stück angehoben werden. Auf diese Weise soll den Konsumenten der Umstieg auf andere Marken erschwert werden.
Um diese Idee auch dem deutschen Staat schmackhaft zu machen, hat sich Philip Morris auf das Mittel der Erpressung besonnen. Gemäss Handelsblatt droht der Konzern mit der Schliessung eines Zigarettenwerks und dem Verlust von bis zu tausend Arbeitsplätzen, sollte die deutsche Regierung der Forderung nicht nachkommen.