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Schweiz – 51. Bundesstaat der USA?

Die Österreichische Bank Bawag hat letzten Monat für Aufregung gesorgt, weil nach der Übernahme durch einen US-Fonds alle Geschäfte mit Kubanern eingestellt wurden. Die Seite Finanztreff.de meldete gestern:

Nach massiven Protesten hat die österreichische Bank Bawag die Geschäftsbeziehungen mit kubanischen Staatsbürgern wieder aufgenommen. Der neue Bawag-Eigentümer, der US-Fonds Cerberus, bekam vom US-Finanzministerium eine Ausnahmegenehmigung, teilte das Institut mit.

Der Bawag-Vorstand hatte Mitte April die Geschäftsbeziehungen mit Kubanern eingestellt und sich dabei auf US-Gesetze berufen, wonach amerikanischen Firmen Geschäfte mit Kubanern untersagt sind. Der österreichische Staat leitete in der Vorwoche ein Strafverfahren gegen die Bawag ein. «Österreich ist nicht der 51. Bundesstaat der USA», sagte Wiens Außenministerin Ursula Plassnik. Auch die EU-Kommission kündigte ein Verfahren gegen die Bawag an, da die Kubanersperre dem EU-Recht widerspricht.

Bemerkenswert ist die Geschichte für mich deshalb, weil wir vor einiger Zeit selber zu unserer (Gross-)Bank zitiert wurden und man uns gefragt hat, ob wir mit Kuba Geschäfte machen würden. Erst eine schriftliche Erklärung, in der wir bestätigt haben, dass wir weder Produkte direkt aus Kuba einführen, noch kubanische Produkte von der Schweiz in die USA liefern, hat die Herren bei der Bank beruhigt.

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