Steuererhöhungen: US-Zigarrenbranche kämpft weiter
Bis am 30. September müssen sich der amerikanische Kongress und der Senat auf eine Finanzierungsvariante des «State Children’s Health Insurance Program» einigen. Ende September läuft das bisherige Programm aus.
Einen Teil der finanziellen Last, die das Programm zur Finanzierung der medizinischen Versorgung von Kindern einkommensschwacher Familien verursacht, will die amerikanische Politik den Rauchern aufbürden. Ein Plan, der weiter nichts Besonderes wäre, hätte man neben den Zigarettenraucher nicht auch die Geniesser von Premium-Zigarren als neue Melkkühe der Nation ausgemacht.
Erste Vorschläge aus dem Senat sahen astronomische Steuererhöhungen auf Premium-Zigarren von bis zu 20’000 Prozent vor. Inzwischen wird in der Gesetztesvorlage des Senates von einer Höchststeuer von 3 Dollar pro Zigarre gesprochen. In der Gesetzesversion des Senates würde ausserdem nach wie vor eine für jeden Fachhändler bedrohliche Nachsteuer auf Lagerware anfallen. Die Preise von Premium-Zigarren würden nach dieser Version im Schnitt um 33 Prozent steigen, wie Cigarcyclopedia.com ausgerechnet hat.
Wie stehen die Chancen, dass die Zigarrenbranche in den USA mit einem blauen Auge davon kommt?
Cicarcyclopedia.com ist vorsichtig optimistisch. Zum einen hat die Zigarrenindustrie inzwischen einen professionellen Lobbyisten verpflichtet, der sich in Washington für die Anliegen der Zigarrenbranche und der betroffenen Produzentenländer einsetzt. Zum anderen steht Präsident Bush, wenn auch aus anderen Gründen, auf der Seite der Zigarren-Geniesser. Er hat für den Fall, dass das Gesetz höhere Steuern vorsehen sollte, sein Veto angedroht.