Verbote, Verbote, Verbote
Das neue Jahr hat eine ganze Reihe neuer Rauchverbote gebracht. In Deutschland gelten neu in elf Bundesländern restriktive Anti-Rauchergesetze, wie «Die Welt» meldet:
Ab Mitternacht gilt in acht weiteren Bundesländern ein umfassendes Rauchverbot in Kneipen und Restaurants. Damit ist das Rauchen dann in insgesamt elf Bundesländern nicht erlaubt. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Die noch fehlenden fünf Länder wollen bis zum Sommer Verbote erlassen. Allerdings erlauben Ausnahmeregelungen außer im besonders strengen Bayern das Rauchen in abgetrennten Räumen oder Festzelten.
Auch in Frankreich heisst es seit gestern in der Gastronomie «Defense de fumer». N-tv.de schreibt im Artikel «Ab in die Fumoirs»:
Im Bistro um die Ecke am Tresen lehnen, an Kaffee oder Pastis nippen, dazu ein genüsslicher Zug an der Zigarette – damit ist in Frankreich bald Schluss. Vom 1. Januar an darf auch im Land von «Gitanes» und «Gauloises» in Restaurants, Brasserien und Bars nur noch in speziellen Raucherkabinen mit Dunstabzug gequalmt werden.
In Holland, wo die offiziellen Verbote erst Mitte Jahr in Kraft treten, hat der Hotellerie- und Gastronomieverband das Rauchverbot bei den angeschlossenen Mitgliedern per 1. Januar vorzeitig eingeführt, wie der Tazblog berichtet.
«Tabak gefährlicher als Terrorismus» titelt das Pressehaus Heidenheim eine Meldung über geplante Anti-Rauchergesetze in der Türkei. Das Ziel des türkischen Ministerpräsidents Tayyip Erdogan, der glaubt, dass «die Gefahren des Rauchens grösser sind als die des Terrors», ist die Senkung des Raucheranteils in der türkischen Bevölkerung von 33 auf 20 Prozent.
Damit ist Erdogan auf der gleichen Linie wie der frischgebackene Schweizer Bundespräsidente Pascal Couchepin. In einem Interview mit der Zeitung «Sonntag» (zitiert im Tagesanzeiger) hat er weitere Steuererhöhungen angekündigt. Auch deutlich höhere Tabaksteuern seien nicht unsozial, so Couchepin. «Denn sich selbst zu schaden, ist nicht sozial.»