WAMS-Breitseite gegen Zigaretten-Strategen
Hans Bewersdorff tauscht im heutigen Rauchzeichen der WAMS («Zigarren unschuldig unter Anklage«) das Florett mit dem Streitschwert und schreibt:
«Der Irrsinn geht mittlerweile so weit, dass das Kulturgut Zigarre unterzugehen droht. So nutzen kalte Strategen der Zigarettenbranche die Gunst der Stunde und fordern gesetzliche Reglementierungen, die keinem Tabakprodukt außer der Zigarette das Überleben sichern. Eine besonders unrühmliche Rolle spielt dabei seit Langem der Marlboro-Konzern Philip Morris.Deutschland-Chef Jacek Olczak versucht sich mit harten Forderungen gegen die eigene Branche als heimlicher Profiteur in Position zu bringen. Entsprechend dem listigen Philip-Morris-Positionspapier, seit 2004 von langer Hand vorbereitet, fordert er unter anderem eine gleich hohe Besteuerung aller Tabakprodukte. Diese Strategie ist leicht zu durchschauen – nur für unsere Politiker nicht.»
Toll, da spricht einer in einer renommierten Zeitung aus, was leider nur unter der Hand diskutiert wird. Hoffentlich auch ein Gedankenanstoss für differenzierteres Vorgehen der Tabakgegner.