Was gefälschte Havannas über die Qualität von echten Havannas aussagen
Der Artikel «Black-market cigar makers evade Cuban police» auf der kanadischen Seite CTV News beschäftigt sich mit Zigarrenfälschern in Kuba. Die Quintessenz des Beitrags: Jeder Kubaner muss neben seiner offiziellen Beschäftigung weiteren «Geschäften» nachgehen, um zu überleben. Und manche Kubaner verkaufen als Nebenerwerb eben gefälschte oder in der Fabrik abgezweigte Havannas.
Wer in Kuba unter der Hand Zigarren kauft, stellt fest, dass es auch für ambitionierte «Privatroller» gar nicht so einfach ist, Zigarren in guter Qualität herzustellen. Eine ausgewogene Zigarre wird aus verschiedenen Tabakblättern gerollt, die aus unterschiedlichen Ernten stammen können, von unterschiedlichen Plantagen und von unterschiedlichen Tabakpflanzen. Auf dem Schwarzmarkt alle «Zutaten» einer guten Mischung zu organisieren, ist auch in Kuba eine komplizierte Angelegenheit, und zahlt sich meist nicht aus, weil der illegale Zigarrenverkauf in der Regel nicht auf langfristige Kundenbeziehungen ausgerichtet ist. Es gibt Ausnahmen, aber für Touristen ist es nicht einfach, gute Qualitäten zu finden.
Was man von diesen Schwarzmarkt-Zigarren lernen kann: Kubanischer Tabak und ein Roller reichen nicht, um gute Havannas zu fertigen. In einer Premium-Zigarre steckt auch das Wissen von Tabakbauern, Verarbeitern, Blendern und vielen mehr.