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Wie Davidoff neues Saatgut entwickelt

#ZIGARREN 17. März 2011

Das neue CIGAR-Magazin ist da und viele Artikel sind bereits online verfügbar. Gespannt habe ich natürlich auf den Bericht über das ProCigar Festival gewartet. Im Artikel von Chefredakteur David Höner ist mir unter anderem diese schöne Passage über den mühevollen Weg bis zur Entwicklung einer neuen Tabaksorte aufgefallen:

Es wird geforscht. Kreuzungen werden mit neueren Kreuzungen gekreuzt. Kelner: «Es ist eine Lotterie, man muss Papa und Mama kennen, aber letztendlich ist es ein Geduldspiel.» In jeder Blüte hat es rund 1000 Samen. «Wir kreuzen, pflanzen an, dann schaut man sich die Resultate an.» Die Blattgrösse, wie sich die Venen orientieren, wie widerstandsfähig die Pflanze ist. Dazwischen heisst es warten, warten und nochmals warten. Drei Jahre dauert es, bis eine neue Samenkreuzung testreif ist, das heisst, mal in grösserem Mass ausgesät und geerntet werden kann. Dann wird wieder gewartet, getrocknet, fermentiert und so weiter. Und nach weiteren zwei Jahren weiss man etwas über den Geschmack. Mit diesen Samen macht man weiter. Von jeder Ernte sind 25 Prozent wieder anders, diese werden ausgeschieden, bis man zum Samen kommt, der gleichbleibende Resultate zeigt … Das kann bis zu fünf Jahre dauern. Das sind dann sieben Generationen der Pflanze unter kontrollierten Bedingungen. Jedes Jahr ist verschieden, mal gibt es mehr, mal weniger Sonne, Regen, Wind, das wird alles berücksichtigt. Es dauert also recht lange, bis sich ein Mann wie Kelner dazu entschliesst: «Den Samen dieser Pflanze nehme ich.»

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