Zigarren-Importstatistik 2010
Die Importstatistik der Oberzolldirektion für das vergangene Jahr zeigt auf, wie es um den Schweizer Zigarrenmarkt steht. Als Trend über die letzten Jahre zeichnet sich ab, dass die Anzahl der importierten Zigarren aus den wichtigsten karibischen Herkunftsländern rückläufig sind. Dafür steigt tendenziell der Preis pro verkaufter Zigarre.
Bei der Interpretation der Zahlen ist zu beachten, dass der schweizerische Zoll Zigarren und Cigarillos gemeinsam erfasst. Der Anteil der Longfiller-Zigarren lässt sich über das Durchschnittsgewicht der eingeführten Zigarren abschätzen. Je höher das Gewicht, desto höher der Zigarren-Anteil. Neben den Angaben zum Gewicht und den Stückzahlen erfasst der Zoll auch den Wert der verzollten Zigarren (zum Einstandspreis).
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
- Kuba dominiert den Schweizer Markt für karibische Premium-Zigarren mit einem Marktanteil von 80 Prozent (Steuerwert) bzw. 68 Prozent (Stückzahlen).
- Aus allen vier grossen Herkunftsländern (Kuba, Dominikanische Republik, Honduras, Nicaragua) wurden im vergangenen Jahr weniger Stückzahlen importiert.
- Trotzdem haben Kuba, Honduras und Nicaragua den versteuerten Wert der eingeführten Zigarren gesteigert (mögliche Erklärungen: Mehr Longfiller, teuerer Formate, höherer Einstandspreise).
- Honduras hat nach dem Wachstumsschub im vorletzten Jahr (vermutlich auf die Einführung von Camacho zurückzuführen) seine Position halten können.
- Der Einbruch der eingeführten Zigarren (Stückzahlen) aus der Dominikanischen Republik fällt mit einem Anstieg der durchschnittlichen Grammatur zusammen (mögliche Erklärung: Lagereffekte bei der Einfuhr von Cigarillos).
- Laut Oettinger Davidoff ging die Stückzahl der verkauften Longfiller-Zigarren im vergangenen Jahr um 4 Prozent zurück (Quelle: Verband Schweizer Zigarrenproduzenten).





