Zigarren in der virtuellen Welt
Virtuelle Zigarren? Logisch.
(Bildquelle: New World Notes)
Dieser Schnappschuss stammt aus Second Life. Ob die derzeit bekannteste Parallelwelt überleben wird, steht in den Sternen. Das Konzept der virtuellen Welten an sich ist aber nicht mehr wegzudenken und was Banken tun, sollte auch die Zigarrenbranche langsam aber sicher angehen: Die Eröffnung von virtuellen Dependancen oder eigenen Welten. Warum? Die kommenden Aficionado-Generationen tummeln sich in virtuellen Welten und sind mit dem Umgang sehr vertraut. Begegnen sie in dieser Welt bestimmten Ritualen, Produkten (Daimler ist zum Beispiel schon lange drin) und Diskussionsthemen, hat das reale Auswirkungen. Wird ein Thema ausgeklammert, hat das ebenfalls reale Auswirkungen. Virtuelle Erfahrungen beeinflussen also (immer mehr) reale Verhaltensweisen. Sie glauben das nicht? Eine Studie des renommierten Gottlieb Duttweiler Instituts hält diesbezüglich fest:
«(…) Konsumenten vernetzen sich und informieren sich zunehmend unabhängig von Hersteller und Händler. Das Vertrauen in Hersteller, Händler und Expertenwissen nimmt ab, das Vertrauen in Meinungswissen (z.B. Wikis) nimmt zu. Die Masse der vernetzten Kunden bildet eine Art «höhere Intelligenz» und wird damit zur wichtigsten Orientierungsinstanz, die jedem noch so brillanten Experten vorgezogen wird. Die Studie untersucht anhand aktueller Beispiele aus Konsumgüter-, Freizeit-, Medien- und Gesundheitsmärkten, wie kollektive Empfehlungs- und Bewertungssysteme funktionieren und wie Nischenprodukte ihr Publikum finden.»