Zigarrenbranche setzt für die Zukunft nicht auf die Gastronomie
Noch bis heute läuft in Basel die «Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Ausser-Haus-Konsum», kurz Igeho. Die Messe findet alle zwei Jahre statt und hat für Schweizer Begriffe riesige Ausmasse. Von Weinproduzenten über unzählige Kaffeeröster (wer noch hinfährt: die Kreationen unserer Kaffeeexpertin Anna Käppeli kann man am Stand von Illycafé geniessen) bis zum Anbieter von esoterischen Fleckenlösern ist alles da, was die Gastronomie thematisch auch nur entfernt berührt.
Praktisch nicht präsent in dieser wichtigen Zukunftsshow der Gastronomie ist die Zigarrenbranche. Davidoff ist zwar mit einer etwas kühl gehaltenen Lounge auf dem Stand des Haushaltgeräteherstellers Fors-Liebherr anwesend und Dannemann bewirbt seine Cigarillos. Von zukunftsfähigen Konzepten oder gar Zigarren-Leidenschaft ist aber weit und breit nichts zu sehen. Ich will nicht unterstellen, dass man die Chance einfach verpasst hat. Gut möglich, dass ein Auftritt an der Igeho auch für grosse Firmen wie Intertabak nicht rentiert. Zu denken gibt es trotzdem.


