«Man lebte, um zu rauchen»
Die Basler Zeitung hat einen Abgesang auf das Zeitalter des Rauchens («Rauch war die Droge des Industriezeitalters: Und galt als Symbol der Dynamik von der Dampflock bis zum Intellektuellen.») veröffentlicht («Man lebte, um zu rauchen»). Darin wird hauptsächlich über Zigaretten sinniert. Doch der Text kommt so schön poetisch und wehmütig daher, dass er auf jeden Fall eine Erwähnung verdient:
(..) Aber die Frage bleibt: Warum führt man sich kleine Pakete Gift zu? Warum liefert man sich einer Sucht aus? Und schädigt seine Gesundheit?
Die Antwort darauf ist einfach (wie bei den Extremfällen Schizophrenie oder Depression): Es ist gesund, eine Harmonie von Innen und Aussen zu haben. Bei Liebeskummer, Schüchternheit, Ärger hilft das lähmende Gift der Zigarette, den zu gesunden Organismus dem seekranken Geist anzupassen. Aber auch alles Glück – die Verliebtheit, das Gelingen, das Denken – hat etwas Infektiöses: Etwas berührt dich: so fremd, tief und glücklich wie ein Schluck Rauch.