Davidoff Puro Dominicano
Davidoff präsentiert mit der Davidoff Puro Dominicano eine Zigarrenlinie mit Tabaken aus sechs dominikanischen Terroirs. Ein Meilenstein für das Unternehmen, 35 Jahre nach dem Umzug von Kuba in die Dominikanische Republik.Sechs Terroirs der Dominikanischen Republik verleihen der Davidoff Puro Dominicano ihren Charakter: Die feucht-schwülen Täler von Yamasá, das warme Hochland von Mao, die Region Martín García, das cremige Umblätter hervorbringt. Piloto, Navarrete und Villa Gonzales, die Süsse, Kakao- und exotische Fruchtnoten in den Blend bringen. Jeder Boden verlangt nach einem spezifischen Saatgut, jedes Tabakblatt nach einer massgeschneiderten Fermentation und Reifung. Wenn alle Zahnräder ineinandergreifen, entsteht eine grosse Zigarre. Mit der Davidoff Puro Dominicano ehrt die Marke Davidoff ihre karibische Wahlheimat und demonstriert den Stand des Savoir-Faires – nach der geradezu waghalsigen Entscheidung, Kuba in den Neunzigerjahren den Rücken zu kehren, und dem Neustart in der Dominikanischen Republik.
Ein Schweizer Erfolgsgeschichte
Dass Davidoff einmal dominikanische Premium-Zigarren herstellt, war nicht vorgezeichnet, als Zino Davidoff 1930 in das Geschäft seines Vaters eintrat. Und noch viel weniger, dass die Marke Davidoff einst weltweit und über die Zigarrenwelt hinaus bekannt werden sollte. Die Geschichte von Davidoff beginnt in Genf, wo die Familie einen Zigarrenladen betrieb. Auf einer längeren Studienreise durch Südamerika und Kuba erlernte Zino Davidoff das Tabakgeschäft und knüpfte wichtige Kontakte. Auch zur neuen sozialistischen Regierung in Kuba, die ihm später anbieten sollte, eine Zigarrenlinie mit seinem Namen zu produzieren. Bald gaben sich Zigarrenfans aus der ganzen Welt in Genf die Klinke in die Hand, um eine der begehrten Kisten zu ergattern.
Im Alter von 65 Jahren verkaufte Davidoff sein prosperierendes Geschäft an die Firma Oettinger aus Basel. Deren Patron Dr. Ernst Schneider erwarb den Laden mit einem genauen Plan. Aus dem Tabakgeschäft machte er Schritt für Schritt eine globale Luxusmarke. Er eröffnete Flagship-Stores, lizenzierte die Marke für Zigaretten und Parfums (vier Jahre nach der Markteinführung war Davidoff Cool Water das meistverkaufte Herrenparfum der Welt und generierte Lizenzeinnahmen von über CHF 100 Millionen). Im Jahr 1989 endete die Zusammenarbeit mit Kuba abrupt. Davidoff begründete den Bruch mit Qualitätsproblemen – und liess öffentlichkeitswirksam 130’000 Zigarren in einer Basler Kehrichtanlage verbrennen. Auch Kuba wollte die Partnerschaft beenden. Das sozialistische Land setzte fortan auf eigenen Premium-Marken wie Cohiba, und suchte nach der vollen Kontrolle über die weltweite Distribution.
35 Jahre Entwicklungsarbeit
Auf der Suche nach alternativen Produktionsstätten reisten Dr. Schneider und Zino Davidoff durch die Karibik und Zentralamerika. Ihre Wahl fiel schliesslich auf die Dominikanische Republik. Hier fand das Unternehmen stabile politische Verhältnisse vor und jene milden Tabake, welche das Publikum zu dieser Zeit besonders nachgefragte. Davidoff baute eine moderne Fabrik, engagierte den erfahrenen, lokalen Produzenten Henke Kelner und schloss mit Tabakbauern langfristige Lieferverträge. Auf Testfeldern entwickelte Davidoff neue Tabaksorten und lernte Land und Klima besser kennen. Lange als unmöglich galt in der Dominikanischen Republik der Anbau von feingliedrigen Deckblatt-Tabaken. Den Coup der ersten «Puro Dominicano» landete Arturo Fuente im Jahr 1995. Davidoff gelang es erst Jahre später, den widerspenstigen dominikanischen Boden zu zähmen.
Nach dem Umzug in die Dominikanische Republik setzte Davidoff bewusst auf milde Blends. Für die Stammkunden der Marke mit Erinnerungen an das kubanische Geschmacksprofil präsentierte das Unternehmen die Davidoff Special R – nach heutigen Massstäben eine ausgesprochen milde Zigarre. Auf die zunehmende Nachfrage nach kraftvolleren Blends reagierte Davidoff im Jahr 2013 mit der Lancierung der Davidoff Nicaragua. Sie sprach neue Geniessergruppen an und verhalf der Marke zu einer neuen, frischen Dynamik. Das schwarze Band markierte diesen Aufbruch optisch. Es folgten die Davidoff Escurio mit brasilianischen Tabaken und die Davidoff Yamasá, welche dominikanischen Deckblatt aus der Region Yamasá eine Bühne bot. Die Davidoff Puro Dominicano zeigt jetzt die Meisterschaft Davidoffs über die Terroirs der neuen Heimat.
Applaudiert und abgestraft
Die Fachwelt ist sich einig: Mit der Davidoff Puro Dominicano ist dem Unternehmen mit Haupsitz in Basel eine aussergewöhnliche Kreation gelungen. Die sechs Tabake des Blends greifen ineinander und ergänzen sich. Die besondere Textur des Rauches, cremig, fast rahmartig, ist ein Markenzeichen der neuen Linie. Die Zigarren entwickeln viel Kraft und sprechen erfahrene Geniesser an. Viel Applaus erhielt Davidoff auch für die Wahl der Formate Perfecto, Corona Larga und Short Robusto. Die schwierig zu fertigenden Formen gelten als «nicht-kommerziell» und als Bekenntnis von Davidoff zu Tradition und Handwerk. Doch ausgerechnet diese neue Prestige-Linie, mit der sich Davidoff endgültig von Kuba emanzipieren wollte, kämpft zu Beginn auch mit Qualitätsproblemen. Das schlanke Corona-Larga-Format zeigt regelmässig ein problematisches Zugverhalten. Das respektierte Branchenportal Halfwheel strafte die Davidoff Puro Dominicano dafür ab und vergab 74 Punkte.
Doch das wird dieser Zigarre nicht gerecht. Davidoff hat die Rückmeldungen zur Verarbeitung wahrgenommen und nimmt Korrekturen vor. Das Zusammenfügen von sechs Tabaken in einer Zigarre ist nicht nur eine Herausforderung für den Zigarrenroller und die mechanische Konstruktion. Die eigentliche Kunst besteht darin, aus sechs kräftigen Tabaken ein harmonisches Ganzes zu formen. Nicht nur das ist Davidoff gelungen. Die Linie zeigt neue Möglichkeiten der dominikanischen Terroirs. Mit der Davidoff Puro Dominicano ist Davidoff endgültig in der Dominikanischen Republik angekommen.
