«Angriff der geklonten Zigarren»
In seinen neuen Rauchzeichen in der Welt am Sonntag nimmt Hans Bewersdorff anlässlich der Camacho-Übernahme die Oettinger-Gruppe ins Visier – und schiesst scharf. Zwei Auszüge:
Haie kennen keine Gnade. Seit Jahren wird die Luft immer dünner im Zigarren-Business. Organisches Wachstum ist nur noch durch außergewöhnliche Innovationen oder durch Übernahmen möglich. Bei Oettinger-Davidoff hat man es aus eigener Kraft nicht geschafft. Winston Churchill, Zino-Platinum, dazu jedes Jahr neue Specials von Avo, Griffins bis Davidoff – alles verdampft. (..)
(..) „Camacho Cigars ist einer der wichtigsten Marktteilnehmer in den USA, dem größten Markt für Premium-Zigarren, in welchem rund die Hälfte aller weltweit von Hand hergestellten Zigarren verkauft werden“, heißt es in der Mitteilung der Oettinger Davidoff Group Basel. Mit anderen Worten könnte man sagen: Auch in den USA tut sich Davidoff weiter schwer.
Über die moralischen Aspekte der Oettinger-Wachstumspolitik und den Vorwurf der «entseelten» Profitmaximierung will ich nicht urteilen. Fakt ist: Die Oettinger-Gruppe gehört zu den erfolgreichsten Zigarrenproduzenten der Welt. Ganz so schlecht können die Produkte von Oettinger-Davidoff deshalb wohl doch nicht sein.