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Bayrisches Rauchverbot: Auch Zigarrenfachhandel betroffen

#ZIGARREN 1. November 2007

Casa del Habano Nürnberg

(Bildquelle: Casa del Habano Nürnberg)

Auf Initiative der CSU soll das Rauchverbot, das in Bayern per 1. Januar 2008 in Kraft treten wird, im letzten Moment noch einmal verschärft werden. Schlagzeilen machte in diesem Zusammenhang das Oktoberfest – auch in Festzelten soll in Bayern in Zukunft nicht mehr gequalmt werden dürfen.

Von der plötzlichen Verschärfung des Anti-Tabakgesetzes ist aber auch der Zigarren-Fachhandel betroffen. Prominentes Opfer wäre Christine Klevers Casa del Habano in Nürnberg. In der – wie die Bilder auf der Homepage zeigen – wunderschön eingerichteten Casa wäre der Zigarren-Genuss nicht mehr erlaubt.

Am 5. November wollen die Betroffenen den Volksvertretern etwas «Dampf machen», wie Art of Smoke heute meldet. Vor dem Landtag in München findet zwischen 12.00 und 13.00 Uhr ein Smoke-in mit Zigarre statt. So wollen die Kollegen aus Nürnberg gegen die existenzbedrohenden Regelungen protestieren.

Von der Bedeutung solcher Aktionen bin ich – inzwischen ja selber erprobter Zigarren-Demonstrant – überzeugt. Dass es neben dem Schreckgespenst des Suchtrauchens auch noch eine Tabakkultur gibt, und das Genussmittel Tabak die blinde Verdammnis nicht verdient hat, ist vielen Menschen gar nicht mehr bewusst. Wenn es gelingt, für die Zigarre eine Öffentlichkeit zu schaffen, können vielleicht dem einen oder anderen die Augen geöffnet werden.

Rauchverbote sind nicht nur verurteilenswürdig, weil sie nicht zwischen unterschiedlichen Tabakprodukten unterscheiden. Trotzdem ist die Differenzierung mit dem Hinweis auf die Zigarre und ihre Kultur im Gefecht gegen die hysterischen Anti-Tabak-Kämpfer meines Erachtens ein wichtiges Instrument, das noch viel gezielter und offensiver eingesetzt werden könnte.

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