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Cohiba Markenstreit, nächster Akt

#ZIGARREN 16. Juli 2010

Das Luxuslabel Cohiba existiert in zwei Varianten. Neben dem kubanischen Original schmückt sich eine zweite, für den amerikanischen Markt bestimmte Zigarrenlinie mit dem Namen Cohiba. Diese wird von General Cigar in der Dominikanischen Republik hergestellt, ohne Zustimmung oder Beteiligung der kubanischen Zigarrenindustrie. Das Doppelmarken-Problem betrifft fast alle kubanischen Zigarrenmarken und ist als Folge des amerikanischen Handelsembargos entstanden. In einigen Fällen gingen die amerikanischen Markenrechte an die ursprünglichen Inhaber der kubanischen Marken, die nach der Revolution aus Kuba flüchten mussten. Der Fall Cohiba ist anders gelagert und besonders dreist, weil die Marke erst nach der Revolution gegründet wurde und kein Exil-Kubaner sich auf früheren Besitz berufen kann.

Seit Jahren prozessiert Kuba deshalb gegen General Cigar. Im vergangenen Dezember zum ersten mal mit Erfolg: Ein US-Gericht entschied damals überraschend zugunsten der kubanischen Zigarrenindustrie und qualifizierte das Vorgehen von General Cigars als Markenpiraterie. Jetzt hat eine weitere Instanz geurteilt und wieder die Position von General Cigars gestützt. Die Vertriebsgesellschaft für kubanische Zigarren Habanos SA hat in einer Mitteilung bereits angekündigt, dass man das Urteil weiter ziehen werde.

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