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«Die Dämpfe Apollos»

#HISTORISCHES #ZIGARREN 18. Januar 2007

Ich wurde auf folgendes, älteres Rauchzeichen «Die Dämpfe Apollos» von Hans Bewersdorff (Wams, 31.7.2005) aufmerksam gemacht. Ein Auszug:

In Bayreuth habe ich in einem der berühmtesten Gästebücher geblättert, gespickt mit weltbekannten Aficionados. Von Hans Albers, Thomas Mann bis hin zu Franz Josef Strauß. Sie alle haben im «Goldenen Anker» getafelt und anschließend genüßlich eine Zigarre gepafft.

Natürlich ist auch Richard Wagner hier gewesen. Der große Komponist war eine Art Ur-Aficionado. Er erlebte die goldene Havanna-Zeit und beschrieb sie treffend wie kaum ein zweiter. Dr. Eduard Maria Schranka verewigte 1914 einige der schönsten Kommentare Wagners in seinem Buch «Tabakanekdoten». Etwa, als er einem Verehrer für eine Sendung ausgewählter Havannas launig dankte: «Wertester Freund! Unleugbar helfen Sie mir zur Götterdämmerung! Heute früh kamen die Wunder der Havanna an, und sogleich versetzte ich mich durch den Geruch einer solchen in die Verzückung, wie sie Pythia empfunden haben mag, wenn die Dämpfe Apollos um sie aufstiegen.»
Und jetzt noch der Beweis, wie rücksichtsvoll wir Aficionados immer schon waren und wie intolerant einige Nicht-Aficionados immer noch sind.
Kein Zweifel. Wagner liebte die Zigarre. Er brauchte sie zum Komponieren wie Balzac seinen Café zum Schreiben. Wagner war ein Egomane, aber kein Ignorant. Wenn sich jemand am Rauch störte, machte er die Zigarre aus.

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