Erfolgreiches Jahr für Villiger

Die Villiger Gruppe hat über die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres informiert. Der Umsatz ist trotz widrigem Umfeld um 4.7 Prozent auf CHF 194.7 Mio. gestiegen. Die Lancierung der neuen Linie Villiger 1888 war laut Heinrich Villiger «ein Riesenerfolg».
Pfeffikon/CH – Zum 120-jährigen Jubiläum legt die Villiger Gruppe zu. Der Jahresumsatz 2008 der Villiger Gruppe ist um 4,7 Prozent auf CHF 194,7 Mio. (Euro 121,7 Mio.) gestiegen (2007: CHF 186 Mio.). Wesentlicher Wachstumstreiber war das deutsche Inlandgeschäft, wo die Longfiller Division El Mundo del Tabaco ab Oktober 2008 integriert wurde. Auch das Schweizer Geschäft konnte durch die im Februar 2008 erfolgte Übernahme von „Wuhrmann Cigars“ ein Umsatzplus von 0,9 Prozent erzielen, dies trotz der zunehmenden Rauchverbote im Schweizer Markt. Der Umsatz von drei Millionen Cigarren der beiden Marken „Habana Feu“ und „Wuhrillos“ hat sich positiv auf das Geschäftsjahr ausgewirkt.
Die Villiger Gruppe trotzt der anhaltenden Wirtschaftskrise und den verstärkt auftretenden Rauchverboten. „Die Neulancierung der 1888 Longfiller Premium Cigarre war ein Riesenerfolg“, sagt Heinrich Villiger, Inhaber der Villiger-Gruppe. „Das Feedback der Kunden und Raucher ist überwältigend und bestätigt, dass wir den richtigen Kurs eingeschlagen haben“. Aber auch andere Klassiker wie die Original Krumme und das Cigarillo Sortiment zeigen Stärke in einem hart umkämpften Markt. Die 120-jährige Kompetenz in der Cigarrenmanufaktur hat sich bestätigt, sodass Villiger weiterhin auf Qualität und Innovation setzen wird.
Peter Witzke, Geschäftsführer der 840 Mitarbeiter zählenden Villiger Gruppe, ist für das laufende Jahr weiterhin optimistisch. Die Integration der Wuhrmann Cigars AG aus Rheinfelden, die im Februar 2008 erfolgte, war mit entscheidend für das positive Ergebnis. Die drei Millionen Cigarren der Marken Habana Feu und Wuhrillos haben sich positiv auf das Geschäftsjahr 2008 ausgewirkt. Auch der Schweizer Markt entwickelt sich, trotz der Anti-Raucher-Stimmung, positiv: „Wir sind seit vielen Jahren ein führender Anbieter im Schweizer Zigarren- und Zigarillomarkt. Unsere strategischen Marken sind flächendeckend erhältlich und geniessen einen sehr hohen Bekanntheitsgrad“, sagt Peter Witzke.
Die strategische Aufbauarbeit in den wichtigsten Exportmärkten geht weiter voran und soll mittelfristig 50 Prozent der Unternehmenserlöse einspielen. In Frankreich, dem wichtigsten europäischen Markt, ist Villiger seit Anfang 2006 in Paris mit einer eigenen Vertriebsorganisation vertreten und trägt damit der Bedeutung dieses Marktes Rechnung. „In weiteren wichtigen Märkten haben wir neue Partnerschaften geknüpft, um das Potential besser erschliessen zu können“, so Peter Witzke. Aufgrund dieser Aufbauarbeit wurden die erwarteten Ziele im Exportgeschäft noch nicht ganz erreicht. „Die Ergebnisse bestätigen, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden, aber noch etwas Geduld üben müssen, bis die Aufbauarbeit abgeschlossen ist“, bestätigt Witzke weiter.
Markt Deutschland
In Deutschland stieg der Umsatz im Billigsegment, was die Margen etwas verringerte. Trotzdem wächst der Bekanntheitsgrad laufend und die Flächenabdeckung in Deutschland ist erfolgreich. „Dabei hat uns auch die Integration der Longfiller Division El Mundo del Tabaco ab Oktober 2008 wesentlich geholfen, was sich besonders im dritten Quartal positiv ausgewirkt hat“, sagt Peter Witzke.Rauchverbote
Die anhaltenden Diskussionen über die Rauchverbote in der Gastronomie gehen nicht spurlos am Handel vorbei, wie die Zurückhaltung bei der Auftragserteilung für Tabakprodukte zu Anfang des Jahres 2008 gezeigt hat. „Die Genussraucher werden jedoch weiterhin Wege finden, eine gute Cigarre bzw. ein gutes Cigarillo entspannt zu rauchen“, sagt Peter Witzke. „Gegenüber der Zigarretten-Industrie haben wir den Vorteil, dass man die Cigarre geniesst und nicht einfach mal schnell vor die Türe geht. Unsere Kunden sind Aficionados, die ihre Cigarren auch in den eigenen vier Wänden genussvoll rauchen“, so Witzke weiter.Aussichten 2009
Weitere Schweizer Kantone planen die Einführung eines Rauchverbotes (Beispiel Bern ab 1.7.2009). Die Raucher werden durch die vielen Anti-Raucherkampagnen verwirrt und wissen nicht mehr, wo man rauchen darf und wo nicht. „Es gibt eine Bundesregelung für den Nichtraucherschutz in der Gastronomie, die eine räumliche Trennung von Rauchern und Nichtrauchern vorsieht, aber zur Zeit gibt es noch eine Vielzahl von Kantonen, die mit weiterreichenden Einschneidungen für den mündigen Bürger über das Ziel hinausschießen und somit zur gesellschaftlichen Ausgrenzung von einem Viertel der Bevölkerung führt“, sagt Peter Witzke. Es gilt also abzuwarten, wie sich die politische Landschaft in der Schweiz verändert und wie sehr die Kantone entsprechende Regelungen erlassen.