«Gleich rauchen oder vergessen»
In den neuen Rauchzeichen fragt Welt am Sonntag-Kolumnist Hans Bewersdorff nach dem Lagerpotential von Zigarren, die nicht aus Kuba stammen:
Besonders die Tabake aus der Dominikanischen Republik verlieren recht schnell ihre geschmacklichen Qualitäten, werden flach und wenig attraktiv. Hier gilt die Devise „gleich rauchen“ oder vergessen, bestätigt durch vielfache Erfahrung und heute auch in der Fachwelt unumstritten.
Eine Ausnahme fällt mir ein: Die 15-jährige Juan Clemente Especial No. 1 überzeugt meines Erachtens mit einem runden und vollmundigen Geschmack.
Mehr Lagerpotential attestiert Bewersdorff Tabak aus Nicaragua, Honduras und Brasilien. Sein Aging-Tipp: Die Dannemann Artist Line Mata Fina:
Die Tabakblätter werden in großen Stapeln aufgeschichtet und nach alter Tradition langsam und natürlich, ohne technische Hilfsmittel, fermentiert. Dadurch bleibt der Gehalt an ätherischen Ölen hoch – die Voraussetzungen für einen Gewinn durch die Lagerung sind also optimal. Von Hannes Weiss erhielt ich eine gut gelagerte Mata Fina, nach einem langen Bürotag habe ich diese Robusto geraucht: Der Abbrand war schlichtweg vorbildlich, die Asche wunderbar fest und weiß, das Aroma fein und subtil, und auch die Raumnote war von einer beeindruckenden Finesse. Deshalb heute die Empfehlung: Dannemann Artist Line Mata Fina Robusto Reserva 2003, eine hervorragende Zigarre aus sorgfältig fermentierten Tabaken.