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Grandiose Perspektiven in Indien

#ZIGARREN 25. September 2007

Villiger

Die Anti-Tabak-Stimmung in Westeuropa bleibt für die Zigarren-Branche nicht folgenlos. Im Stumpen- und im unteren Zigarrensegment, in dem auch die Schweizer Villiger Gruppe aktiv ist, sind die Absatzzahlen in den letzten 15 Jahren um etwa einen Drittel eingebrochen.

Villiger hat auf diese Entwicklung reagiert und setzt inzwischen voll auf den Export in Schwellenländer im Osten. Inzwischen ist Villiger in über 80 Ländern präsent, darunter Indien, China und Taiwan. In einem heute erschienen Artikel des Nachrichtenportals Swissinfo erklärt Villiger die Strategie:

«Indien hat zwar rund 1,3 Milliarden Einwohner. Der Markt für Zigarren ist mit vier Millionen kaufkräftigen Konsumenten aber noch sehr klein», sagt Heinrich Villiger gegenüber swissinfo.

Attraktiv für die Schweizer Tabakexporte nach Indien ist nicht das aktuelle, sondern das zukünftige Marktpotential.

«Die Perspektiven für Zigarren sind mit Zuwächsen von 50 bis 100 Prozent pro Jahr phänomenal», erklärt Chris Pfister, Chef für aussereuropäische Märkte der Villiger-Gruppe.

Wird auch Indien bald von der Anti-Tabak-Stimmung des Westens eingeholt?

Zigarrenunternehmer Heinrich Villiger macht sich vorderhand keine Sorgen. «Indien kann es sich nicht leisten, Luxusprobleme zu wälzen, wie wir das in Europa tun.»

Die Präsenz von Villiger in den aufstrebenden Ost-Märkten ist eindrücklich. In China beträgt der Marktanteil von Villiger 40 Prozent.

Kann man es Villiger und anderen Herstellern unter diesen Umständen verargen, wenn sie ihre Kraft und Energie weg von Europa in aufstrebende Märkte verlagern?

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