Habanos-Absatz wächst, Ercan Hazar für Premios-Habanos-Award nominiert
An der Pressekonferenz präsentierte Habanos heute die Zahlen zum zurückliegenden Geschäftsjahr. Der weltweite Habanos-Absatz ist 2012 wertmässig um 6 Prozent gewachsen, damit erzielt Kuba nun einen Umsatz von 416 Millionen Dollar. Die wichtigsten Märkte sind weiterhin Spanien vor Frankreich und China. Auch dieses Jahr hob Habanos zudem die positive Entwicklung in Luxemburg, Deutschland und der Schweiz hervor. Es wird von Habanos nicht offiziell kommuniziert, man kann aber davon ausgehen, dass der Schweizer Markt auf Platz vier oder fünf folgt. Deutschland sei Frankreich dicht auf den Fersen, hiess es in einem Nebensatz, weshalb Deutschland wohl auf Platz 4 liegt. Weil es in der Schweiz aber auch noch einen Parallelmarkt gibt, der nicht offiziell erfasst wird, dürfte die Schweiz ebenfalls in dieser Region angesiedelt sein.
Doch zurück zum Festival: Im Mittelpunkt stehen dieses Jahr die Marken Montecristo, Partagás und Vegueros. Montecristo lanciert die beiden neuen Formate Double Edmundo und Petit No. 2. Diese beiden Neuheiten werden wir heute Abend am Eröffnungsabend erstmals geniessen können. Für die Double Edmundo führt Montecristo eine neue Bauchbinde mit einer vergoldeten Lilie und goldenen Ornamenten ein. Eine Aufwertung des Erscheinungsbild, aber auch ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal, das vor Fälschungen schützt. In Zukunft wird diese neue Bauchbinde für das komplette Montecristo-Sortiment eingeführt. Der Marke Vegueros hat Habanos eine Generalüberholung spendiert; die drei neuen Formate werden neu in attraktiven Blechdosen präsentiert, der Blend wurde von kräftig auf medium-kräftig zurückgestuft. Partagás präsentiert als Höhepunkt an der Noche de Gala die Partagás Lusitanias Gran Reserva Consecha 2007. Einen ersten Blick konnte ich schliesslich auf die drei Formate der Edición Limitada 2013 werfen. Allesamt riesige Brummer mit Ringmassen jenseits der 50. Als weitere Neuheiten sind auf der Messe zudem die Bolívar Libertador als Casa del Habano Edition und eine H. Upmann Connossieur A ausgestellt.
An der Pressekonferenz hat Habanos zudem die Nomminierungen des Premios-Habanos-Awards bekanntgegeben. Die Vergabekriterien sind vielleicht etwas politisch, gleichwohl gilt der Award als eine Art Oskar der Zigarrenwelt und geniesst in der Branche einen hohen Stellenwert. Die schöne Überraschung: Zu den Nominierten in der Kategorie Handel gehört dieses Jahr auch der Zigarrenhändler Ercan Hazar aus Wien, der in Kuba nicht zuletzt durch sein Engagement für die österreichische Edición Regional aufgefallen sein dürfte.
In der Fragerunde habe ich den offenen Brief angesprochen, der von Aficionados aus aller Welt verfasst und unterschrieben wurde und in welchem die Auslistungspolitik von Habanos kritisiert wurde. Habanos hat diesen Brief zur Kenntnis genommen und betont, dass die Anliegen der Konsumenten erst genommen würden. Jedoch müsse für die Fortführung eines Formats eine gewisse Mindestnachfrage vorliegen. In Zahlen liegt die Grenze bei 50’000 Stück, welche Habanos pro Format und Jahr mindestens absetzen will; wird diese Zahl unterschritten, wird die Produktion eines Formats pausiert oder eingestellt. Klassiker würden regelmässig im Rahmen von Sonderserien für Liebhaber neu aufgelegt. Marketingchefin Ana Lopez wies in diesem Zusammenhang auf die Ramon Allones Extra Edición Limitada 2011 hin. Erfahren haben wir ausserdem, dass es noch dieses Jahr eine neue Edición Regional für Kuba geben wird. Ein Robusto-Format für die Marke El Rey del Mundo.
