Heisse Ware aus Havanna
Im November 2003 hat der WDR in der Sendung «Heisse Ware aus Havanna» über ein ambitioniertes, millionenschweres Zigarren-Investment-Projekt berichtet:
Christoph M. Wolters ist ein echter «Aficinado», ein Zigarrenkenner durch und durch. Vor seinem fachmännischen Urteil bestehen nur die besten handgerollten Produkte aus Kuba, «weil dort die besten Zigarrentabake der Welt gedeihen». Der quirlige Mann aus Meerbusch hat im Laufe der letzten Jahre aus dem Genuss einen Beruf gemacht. Inzwischen war er mehr als 40 mal auf der tropischen Insel Fidel Castros, kennt die Direktoren und Manager sämtlicher führender Zigarrenfabriken und handelt mit den schwer erhältlichen Topqualitäten. Unser Reporter hat Christoph M. Wolters auf seiner Einkaufstour nach Cuba begleitet, wenige Tage, nachdem der den ersten Zigarrenfonds der Welt für wohlhabende Anleger ausgelobt hatte. Mit insgesamt fünf Millionen Euro wird der Händler in den nächsten Jahren 400.000 Zigarren der höchsten Preisklassen in Havanna einkaufen und einige Jahre einlagern. Nach dem Vorbild edler französischer Rotweinfonds soll das Renditen von bis zu 20 Prozent jährlich abwerfen.
Ob diese Schätze aus Kuba-Tabak heute wohl irgendwo in einem deutschen Humidor vor sich hin schlummern? Und vielleicht unverhofft helfen werden, die drohende Havanna-Versorgungslücke zu schliessen?
Etwas optimistisch ist vielleicht das angepeilte Renditeziel. Es setzt voraus, dass sich die Preise der eingelagerten Zigarren etwa alle 3.5 Jahre verdoppeln..