Knackige Zigarren
Als (Vertreter von Premium und) Nicht-Fachhändler darf ich ein wenig rummosern. Die Saison der knackigen Zigarren ist nämlich wieder da. «Knackig» ist dabei nicht schwärmerisch, sondern vielmehr wortwörtlich zu nehmen. Gestern im Fachhandel: Ich übe leichten Druck auf eine Ramón Allones aus: «Knack». Das Geräusch und den feinen Riss im Deckblatt ignorierend, wechsle ich zur Partagas Serie D No 4: «Knack». Dasselbe bei einer Cohiba Robusto und einer Bolivár Belicosos. Dasselbe Problem wie im letzten Jahr auch schon – und nicht nur in einem Geschäft festgestellt: Im Sommer sind die Lagerbedingungen hui, im Winter pfui. Die vielen, vielen Fachhandlungen, die ihre Humidore auch in der kalten Jahreszeit mit der geheizten, trockenen Luft völlig im Griff haben, mögen mir den Beitrag verzeihen, aber es gibt in der Tat Kolleginnen und Kollegen, die diesbezüglich kranken. Egal? Nein, meines Erachtens muss die Qualität der Zigarren im Verkaufsraum höchsten Ansprüchen genügen – ob im Sommer oder im Winter. Die Premium-Zigarre ist ein Luxusgut, das ein entsprechendes Umfeld verdient hat. Wer die Infrastruktur hierfür nicht bieten kann, sollte – wie in der Marktwirtschaft allgemein üblich – nachrüsten oder beruflich umsatteln.