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Kubas launische Diven

#ZIGARREN 25. Juni 2007

Havannas sind launische Diven. Ihre Qualität schwankt von Jahr zu Jahr erheblich. Wurden wir in den letzten Jahren mit guten Qualitäten verwöhnt, stehen uns laut Hans Bewersdorff, dem Welt-Kolumnisten, bald wieder schlechtere Zeiten bevor. Im Artikel Havannas in der Tabakfalle erklärt er, warum:

Trotz der üblichen Erfolgsmeldungen, die Ernte war nix. Wieder nix! Denn bei den im Februar verarbeiteten Tabaken handelt es sich nicht um die aktuelle Ernte 2007, sondern um 2005/2006er Material. Das heißt, man hat schon seit Längerem ein Problem, ausreichend guten Tabak zu produzieren. Bereits die ersten Kisten des Produktionsjahres 2006 liessen nichts Gutes erahnen ließen. Flache, leblose Tabake. In einem Wort: langweilig. Die Hoffnung lag in der bevorstehenden Ernte 2007. Sie hat sich zerschlagen.

Aber nicht nur die schlechte Ernte macht Bewersdorff Sorgen:

[..] auf Kuba schafft man sich zusätzlich Probleme, indem man Monokultur im Tabakanbau einführt. Da fällt einem unweigerlich der junge Fidel Castro ein, der einst die alten Havanna-Marken abschaffen und die Einheitszigarre einführen wollte. Jetzt, nach bald 50 Jahren, ist man fast am Ziel: Die markentypischen Unterschiede sind so gut wie weg.

Lediglich die einzelnen Terroirs bringen noch individuelle geschmackliche Facetten. Die Bedeutung, des einst so wichtigen Tabakmischers geht verloren. Früher konnte er mit vielen Sorten hantieren, heute nur noch mit Seco, Volado und Ligero, den Blättern aus den drei Etagen der Pflanze Criollo 98.

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