Zurück zur Übersicht

Rauchfreie Gesellschaft: Eindrücke aus Schwedens Hauptstadt

#FERNWEH #ZIGARREN 14. Januar 2008

Schweden gehört zu den Ländern, die eine besonders aktive Gesundheitspolitik betreiben. Im Visier haben die schwedischen Gesundheitspolitiker vor allem den Alkohol- und Tabakkonsum. Ein Kurzbesuch der schwedischen Hauptstadt Stockholm über das Wochenende hat interessante Einblicke in eine Gesellschaft gewährt, die das Ziel der Rauchfreiheit ausgerufen hat.


Stockholm

Kein Rauchwölkchen trübt die Sicht: Blick auf Stockholm.

Schweden gehört zu den Pionieren der Anti-Raucherbewegung. Seit 2005 ist der Tabak aus der schwedischen Gastronomie verbannt. Nach drei Jahren Rauchverbotserfahrung haben sich die Schweden an rauchfreie Bars und Restaurants gewöhnt. Zwar sieht das Antitabak-Gesetz Raucherräume vor, dort darf aber nicht bedient werden. In den Lokalen von Stockholm findet man solche Räume deshalb kaum. Geraucht wird in Grüppchen vor den Türen.

Ein Tabakgeschäft, wie man es hierzulande kennt, findet man in Stockholm nicht ohne weiteres. Zigarren kann man zusammen mit Zigaretten und anderen Rauchwaren in seelenlosen Tabakverkaufsstellen erwerben. Der Raucheranteil in Schweden ist gering. Umso beliebter ist dafür Kautabak, der auch in kubanischen Varianten angeboten wird.

Montecristo Snus
Montecristo Snus (The Northener)

Skurril mutet das Rauchverbot in Lokalen wie dem Palandar de Cuba an. In der früheren Zigarren-Bar steht immer noch ein gefüllter Humidor, «für Gäste, die gerne eine Zigarre vor der Türe rauchen, oder sie mitnehmen möchten». Abends erreichen die Temperaturen in Stockholm zur Zeit minus 10 Grad Celius.

Es ist schwer vorstellbar, dass derartige Gesetze den Zigarrenabsatz nicht negativ beeinflussen. Auch die von mir mitgebrachten Zigarren haben mangels passender Gelegenheit allesamt wieder den Weg zurück in die Schweiz gefunden.

Weiter Entdecken