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Schlangengrube Zigaretten-Strategen – nächster Akt

#VERSCHIEDENES #ZIGARREN 16. Mai 2007

Ausgelöst durch die Rauchzeichen-Kolumne «Das Kulturgut Zigarre droht unterzugehen» von Hans Bewersdorff ist hier ein Positionspapier von Philip Morris ausführlich diskutiert worden. Die Kernforderungen von Philip Morris: Gleichbesteuerung aller Tabakprodukte, einheitliche Testverfahren, ein Konzessionssystem für alle Akteure der Tabakbranche und «strikte rechtliche Auflagen für die Tabakwerbung».

Insbesondere die Forderung nach einer «fairen Besteuerung aller Tabakprodukte» stellt eine direkte Bedrohung der Zigarrenbranche dar. Der Verdacht von Bewersdorff: Philip Morris arbeite auf den «totalen Triumph der Zigarette» hin.

Dass sich Philip Morris als «Ritter der Rauchgeschädigten» präsentiert, ist offenbar nicht nur Hans Bewersdorff suspekt. Heute teilt Philip Morris mit, dass das Unternehmen aus dem deutschen Verband der Cigarettenindustrie austrete, weil «die Mitgliedsunternehmen des VdC heute unterschiedliche Meinungen in wichtigen Fragen unserer Industrie vertreten». Eine dieser Fragen ist laut Medienmitteilung von Philip Morris das «Bestreben um eine faire Besteuerung aller Tabakprodukte».

Auch eine Stellungnahme des Verbands der Cigarettenindustrie zum Austritt von Philip Morris liegt bereits vor. Ein kleiner Auszug:

Dagegen gab und gibt es im VdC bei der Bewertung der Tabaksteuer als Regulierungsinstrument unterschiedliche Auffassungen. Die verbleibenden Mitgliedsfirmen sind nach wie vor der Ansicht, dass eine weitere Anhebung der Tabaksteuer den Schmuggel von illegalen und gefälschten Cigaretten nach Deutschland, der heute bereits bei ca. 25% liegt, noch weiter vorantreiben würde. Der Verband wird auch weiterhin in der Bekämpfung des Schmuggels einen Schwerpunkt seiner Arbeit sehen und die Behörden bei ihrer Arbeit unterstützen.

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