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«Seine schlichte Form entspricht der schweizerischen Wesensart»

#ZIGARREN 9. August 2007

Heinrich Villiger

(Bild: Heinrich Villiger)

Der «Villiger Kiel» feiert seinen 100. Geburtstag. Ein Auszug aus der Medienmitteilung:

Mit der Lancierung des Villiger Kiels im Jahre 1907 änderte sich das Image der Zigarre. Durch die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse in der Schweiz hatte das Bürgertum politische und wirtschaftliche Macht erlangt. Die edle Zigarre galt als elitäres Genussmittel der Industriellen und Bankiers. Im Gegensatz zur teuren Zigarre – dem Statussymbol der neuen Elite – traf der Villiger Kiel den Nerv der Zeit und wurde zum revolutionären Symbol des wehrhaften, eigensinnigen Mannes. Oder wie es Heinrich Villiger formuliert, «Seine schlichte Form entspricht der schweizerischen Wesensart». Noch heute ist der Kiel in der Schweiz die meistverkaufte Zigarre mit einem Mundstück und in rund einhundert Ländern auf allen Kontinenten erhältlich.

Der Kaufmann Jean Villiger und seine Frau Louise, die Grosseltern des Schweizer Zigarrenfabrikanten Heinrich Villiger, legten 1888 den Grundstein für ihr Zigarren-Unternehmen. Bereits kurze Zeit nach der Firmengründung regte sich Louise Villiger über das «Ausspucken von Tabakkrümeln» der Männer derart auf, dass sie ihren Mann von der zündenden Idee überzeugte: Die Verwendung eines Gänsekiels als Mundstück, damit kein Tabak mehr in den Mund gelangte. Die Innovation brachte zudem den Vorteil mit sich, dass der Gänsekiel das Aroma runder und voller machte. Nachdem Jean Villiger 1902 verstorben war, übernahm seine Frau die Führung des Unternehmens in Pfeffikon, einer kleinen Gemeinde im Wynental. Unter ihrer Ägide wurde nach längerer Entwicklungszeit 1907 der Villiger Kiel lanciert, der später als die Zigarre des standfesten Eidgenossen weltweite Bekanntheit erlangte.

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