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Spekulationen über die Zeit nach Fidel Castro

#VERSCHIEDENES #ZIGARREN 12. August 2006

Im Handelsblatt-Artikel «Über Deutschland reden, an Kuba denken» wird über Zeit nach Fidel Castro spekuliert. Ein Auszug:

Die Exilkubaner in Miami fiebern dem „Tag X“ mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie schmieden Investitionspläne wie Donny Hudson, aber sie fürchten sich auch vor den Folgen der Entfremdung von ihrer kommunistischen Heimat. Deshalb ist die deutsche Vereinigung in den kubanischen Bars von Miami in diesen Tagen eines der größten Themen.
Swissinfo bietet einen Beitrag zum Thema unter «Kuba nach Castro aus Schweizer Sicht«. Auch hier ein Auszug:
Orlando Blanco schliesst nicht aus, dass das Ende der Ära in einem kompletten Chaos enden könnte. «Der Repressions- und Sicherheitsapparat ist riesig und in viele Dienste aufgeteilt, die sich gegenseitig überwachen», erklärt er. «Und alle sind bewaffnet.»

Claude Auroi kann sich auch ein gewalttätiges Szenario vorstellen, jedoch eher durch die destabilisierende Politik des mächtigen Nachbarn USA oder durch von Exilkubanern aus Miami angefachte Machtkämpfe.

In nächster Zeit jedoch dürfte sich der Übergang ruhig gestalten, schätzt der Genfer Forscher. «Der kubanische Staat und die kommunistische Partei werden sich um Raúl Castro scharen, wenn er sich als Staatsoberhaupt bewährt», meint er.

Zudem sei Fidels Bruder der Oberbefehlshaber der Revolutionären Armee, die auch grössten Einfluss auf die Hauptbereiche der kubanischen Wirtschaft ausübe, erklärt Auroi weiter.

Und der Genfer Spezialist stellt fest: «Raúl Castro, der nur 5 Jahre jünger als sein Bruder ist, lebt nicht ewig. Die Öffnung des Regimes ist also unvermeidlich. Wir werden über kurz oder lang einen Kampf zwischen Befürwortern einer Liberalisierung und den Anhängern einer harten Castro-Linie verfolgen können.»

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