Stellenabbau bei Villiger Tiengen
Suedkurier.de schreibt im Artikel «Villiger streicht 56 Arbeitsplätze» u.a.:
Die Cigarrenfabrik Villiger baut in Tiengen in der Produktion bis Ende Juni nächsten Jahres 56 Stellen von 80 ab. (…)
Michael Beck, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Villiger-Gruppe, erläuterte gestern Nachmittag gegenüber unserer Zeitung die Gründe für den Stellenabbau. Er bedaure die für die Tabakindustrie geltenden verschärften politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie Rauch- und Werbeverbote, Steuererhöhungen und Zusatzverordnungen, die die Produktion nach seinen Worten erschweren und verteuern. (…)
Die Entlassungen seien im Interesse des Gesamtunternehmens nicht zu vermeiden. «Das Unternehmen wird sich mit einer Neurorientierung am Markt, einer Sortimentsbereinigung und einer Anpassung der Produktion auf den veränderten Marktbedingungen einstellen», fasst Michael Beck zusammen. «Konventionelle Zigarren und Zigarillos werden in Zukunft eine höhere Bedeutung gewinnen.»
Am 22. März dieses Jahres klangen die Villiger-News noch deutlich optimistischer. Das Traditionsunternehmen meldete einen Umsatzanstieg:
Villiger verzeichnet 2005 einen Umsatzsprung von 22 Prozent auf 118 Mio. EUR. Das Unternehmen übertrifft damit den Umsatzanstieg im Jahr 2004 von damals 12,5 Prozent nochmals deutlich. Zum hervorragenden Ergebnis beigetragen haben in der Schweiz das Zigarillo-Segment mit den Marken Braniff Cortos und Villiger. Deren Absatz wuchs um 8,4 Prozent. Damit entwickelte sich Villiger besser als der Schweizer Gesamtmarkt. Auch in Deutschland entwickelten sich die Zigarillo-Marken überdurchschnittlich.