The best Cigars of 2008
Cigaraficionado hat die besten Zigarren des vergangenen Jahres gekürt. Der Gewinner heisst «Casa Magna Colorado Robusto» von Segovia Cigars. Die Zigarre wird in Nicaragua in den Fabriken von Nestor Plasencia gerollt und ist erst seit diesem Jahr erhältlich. Auch auf den Plätzen 2-5 folgen hierzulande unbekannte Zigarren. Erst auf Platz sechs steht mit der Romeo y Julieta Short Churchill die erste Havanna.
Das schlechte Abschneiden der Kubaner und prominente Abwesende wie Davidoff führen zu der Frage, welche Aussagekraft die Ratings von Cigaraficionado haben. Spielen Inseratebudgets eine Rolle? Das amerikanische Magazin beschreibt das Vorgehen für die Tastings so: Die Zigarren werden bei verschiedenen Fachhändlern eingekauft, die Bauchbinden entfernt und anschliessend von den Redakteuren blind geraucht und beurteilt. In das Jahresrating fliessen Tasting-Resultate des ganzen Jahres ein.
Ganz objektiv ist Cigaraficionado wohl nicht. Erstens hängen die Resultate von der Auswahl der Testzigarren ab (wo wäre eine Cohiba Siglo VI gelandet, wäre sie geraucht worden?). Zweitens ist es eine Tatsache, dass ein geübter Raucher nach dem ersten Zug erkennt, ob eine Zigarre aus Kuba stammt, oder nicht. Auch viele Marken haben einen sehr charakteristischen Geschmack und sind einfach zu erkennen (Beispiel Série V von Oliva).
Anregungen bietet das Rating trotzdem. Vielleicht wäre Testsieger «Casa Magna» eine interessante Ergänzung für das Sortiment eines Schweizer Importeurs?