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Zigaretten-Strategen: Einsatz für oder gegen den Kunden?

#VERSCHIEDENES #ZIGARREN 5. April 2008

Paul Minturn von der Tabak-Vitrine hat mich darauf hingewiesen, dass das vieldiskutierte Strategiepapier von Philip Morris (Rauchverbot: Das Papier des Wolfes im Schafspelz) mittlerweile von der Philip Morris-Website entfernt wurde. Die «Anmerkungen zur Anwendung von Richtlinie 2001/37/EG und Vorschläge für die weitere Reglementierung von Tabakerzeugnissen» können jetzt auch hier heruntergeladen werden – danke an Paul Minturn für die Kopie.

Apropos Zigaretten-Strategen: Dass es auch anders geht und man sich als Tabakhersteller auch für seine Kunden stark machen kann, zeigt Reemtsma. In der Marketing Review St. Gallen hat Lars Großkurth, Head of Corporate Affairs bei Reemtsma, einen Artikel zur «Toleranz für Raucher»-Kampagne publiziert. Zwei Auszüge:

In diesem politischen und gesellschaftlichen Klima, welches zunehmend auch durch persönliche Anfeindungen und Intoleranz gegenüber Rauchern geprägt ist, wollte Reemtsma den Rauchern unter dem Motto «Ihr seid nicht allein!» signalisieren, dass sich für ihre Interessen eingesetzt wird.

Neben den bereits etablierten Kommunikationskanälen des direkten und indirekten Lobbyings will Reemtsma mit der «Toleranz für Raucher-Kampagne» den Konsumenten als  Grassroots-Element im Lobbyingprozess etablieren. Ausgehend von der Prämisse, dass die Interessen von Industrie und Konsumenten in der aktuellen Frage des Rauchverbots in Gaststätten ähnlich geartet sind und dass die «Mobilisierung öffentlicher Unterstützung», wie man am Beispiel von Umwelt-NGOs (NGO = non govermental organisation) gesehen hat, tatsächlich dazu führen kann «schwache Interessen» in «starke Interessen» zu verwandeln (Roose 2003), erscheint diese Etablierung einer dritten Kraft sinnvoll.

Der vollständige Beitrag mit dem Titel «Implementierung einer Corporate-Affairs-Strategie» ist im PDF-Format verfügbar.

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