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Zigarren-PR: Schuss übers Ziel

#VERSCHIEDENES #ZIGARREN 24. Mai 2006

Update: 2. Juni 2006: … und plötzlich ist besagter Beitrag von Klaus J. Stöhlker stillschweigend (normalerweise mangelt es ihm keinesfalls an Wortgewalt) aus seinem Blog verschwunden. Der Ordnung halber sei das erwähnt ;-)

Den Widerstand gegen die Anti-Tabak-Fanatiker in hohen Ehren, doch dieser Beitrag des PR-Tausendsassas und Villiger-Beraters Klaus J. Stöhlker demontiert sich leider selber:

«Zeltner, der Kommunikations-Profi

Dieser drahtige, aufgeweckte Mann, wie er vor einem Signet sitzt, dessen optischer Knüller eine zerbrochene Zigarrette ist, heisst Thomas Zeltner; er ist Direktor des Bundesamtes für Gesundheit. Er gibt Millionen dafür aus, dass die Menschen nicht mehr rauchen, weil dies der Volkswirtschaft Schäden in Milliardenhöhe bringt. Ich arbeite seit 25 Jahren für das Zigarrenhaus Villiger, zuerst für Kaspar, der dann Bundesrat wurde, seither für Bruder Heinrich und dessen CEO Michael Beck.

Zeltner und sein Team sind absolute Kommunikationsprofis, die mit Steuergeldern unter der Flagge guter Public Affairs eine ganze Branche vernichten. Die Zigarettenbranche, das sind vor allem die Amerikaner, hat sich auch absolut dumm benommen; mehr noch, gemeingefährlich. Aber darf der Staat eine Branche vernichten? Wenn wir mit der gleichen Geschlossenheit gegen die Lieferanten echter Drogen vorgehen würden, wäre mir wohler. Oder ist die Vernichtung der Zigaretten- und Zigarrenindustrie nur ein Instrument, um neuen Drogen den Durchbruch noch einfacher zu erlauben? Warum soll Haschisch weniger gefährlich als eine Zigarre sein? Jeder Profi weiss, dass dies nicht wahr ist, aber die Haschisch-Anbieter (30% der Ware kommt aus Marokko) und die Kokain-Anbieter (50% kommt aus dem von den Amerikanern befreiten Afghanistan), sind eine offensichtlich rentablere Branche.

Ich bin mit Zigarrenrauchern aufgewachsen, habe stunden- und tagelang Rauch eingeatmet (als Journalist und PR-Berater ist man besonders gefährdet), und bin blitzgesund. Irgendetwas kann nicht stimmen. Ernst Schneider, der Inhaber von Weitnauer und Davidoff, bläst munter seinen Zigarrenrauch in die Luft; nicht anders Heinrich Villiger. Beide sehen glänzend aus. Ist das, was Thomas Zeltner macht, eine Art Beamten-Kreuzzug? Trägt er dazu bei, alte “Drogen” durch rentablere neue abzulösen. Gerne wüsste ich mehr.»

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