Zurück zur Übersicht

Zweigeteilte Zigarrenwelt

#ZIGARREN 11. August 2010

Gestern hat in New Orleans die «International Premium Cigar and Pipe Retailers Annual Convention and Trade Show» (IPCPR) begonnen. Das alljährliche Zusammentreffen der amerikanischen Zigarrenindustrie ist die grösste Veranstaltung der Branche weltweit. Trotzdem wirft die Show bei uns keine grossen Wellen.

Lösen Namen wie Padrón, Asthon oder La Aurora bei irgendwem Bilder oder gar Begehrlichkeiten aus? Wer hat schon vom Zigarrenlabel «Hammer and Sickle» gehört, das an der IPCPR aufwändig mit einem Stück der originalen Berliner Mauer wirbt, wie David Savona von Cigar Aficionado heute berichtet. Oder wer hat schon irgendeine der topgerateten Nicht-Kuba-Zigarren aus der Jahresbestenliste von Cigar Aficionado geraucht?

Man kann ohne zu übertreiben von einer Zweiteilung der Zigarrenwelt sprechen. Es gibt die USA und den Rest der Welt. Warum die Amerikaner nicht an den Freuden des kubanischen Tabaks teilhaben dürfen, ist bekannt. Weniger klar ist hingegen, warum die Topmarken aus den USA nur selten den Weg nach Europa finden.

Ein Erklärungsansatz dafür könnte sein, dass die Nachfrage für die wirklich guten Zigarrenserien aus Nicht-Kuba-Ländern in den USA so gross ist, dass die Hersteller gar keinen Bedarf haben, weitere Märkte zu erschliessen. Zweifellos ist es aber auch ein Zeichen für die grosse Dominanz der Havanna in der freien Zigarrenwelt.

Weiter Entdecken